Texturierung mit InDesign

In einer Branche, die von schickem Tech-Design, mutigen Grafiken und Farben dominiert wird, besteht die Gefahr, dass Dinge etwas zu synthetisch erscheinen, insbesondere wenn es um Design geht, das uns dazu einlädt, uns darauf einzulassen und mit ihm zu interagieren. Das Leben ist mit Abstrichen, Rissen und Kratzern verbunden, und unter den richtigen Umständen kann die Präsentation in Ihrer Entwurfsarbeit dazu beitragen, es in der realen Welt zu verankern.

Texturen können diese subtile Brücke zwischen der Realität und einer künstlichen Arena schlagen. Die Kraft der Berührung ist so beeindruckend und subtil wie der Geruchssinn - nehmen Sie einfach Ihr iPad und fühlen Sie die polierte Metalloberfläche. Sie berühren 'Qualität', nicht wahr? Eine Oberfläche, die taktil erscheint, lässt uns nach ihr greifen, was sehr instinktiv werden kann, insbesondere wenn es um das Design der Benutzeroberfläche auf Touch-Geräten geht.

In diesem Tutorial werden die Einstellungen im Effektfenster erläutert, die Sie beim Arbeiten auf importierte Fototexturen anwenden können InDesign CS6 und wie Sie die Deckkrafteinstellungen verwenden können, um die ansprechenden Eigenschaften verschiedener Fotos zu nutzen und zu verbessern.

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01 Schauen wir uns zunächst eine der einfachsten Möglichkeiten an, Ihren Designs Textur zu verleihen - die Texturierung von Fotos. Ich habe bereits ein Hintergrundmuster in Illustrator erstellt und die Elemente in InDesign platziert, damit sie ihre Vektorpfade beibehalten. Dies bedeutet, dass ich sie später im Entwurfsprozess verwenden kann, um Texturen direkt in bestimmte Formen zu importieren. Erstellen Sie eine neue Ebene und fügen Sie ein Bindungsfeld hinzu, das den gesamten Hintergrund einnimmt.



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02 Fügen Sie diesem diagonal verlaufenden Bindungsfeld einen Verlauf hinzu, um die unterschiedlichen Kontrastebenen zu aktivieren, auf denen wir beim Hinzufügen unserer Hintergrundtexturen aufbauen möchten. Die abwechselnden Bereiche von Dunkel und Hell ergeben Bereiche von Interesse. Platzieren Sie Ihre erste Textur (Cmd / Strg + D) und wählen Sie das Foto mit dem Direktauswahl-Werkzeug aus.



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03 Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Fototexturierung liegt in einer subtilen Überlagerung. Hier kommt das InDesign-Effektbedienfeld ins Spiel. Um dies zu öffnen, drücken Sie Cmd / Ctrl + Shift + F10. Ändern Sie das Bild (Hinweis: nicht das Feld 'Transparente Bindung') in 'Multiplizieren' und reduzieren Sie die Deckkraft auf 50%, damit der zugrunde liegende Farbverlauf sichtbar wird.

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wie man einem Wolf Pelz zeichnet

04 Jetzt möchten wir der Oberfläche einige Kratzer hinzufügen, um ihr ein abgenutztes Gefühl zu verleihen und dem Hintergrund einen kleinen Biss zu verleihen. Duplizieren Sie das erste Bindungsfeld, löschen Sie das vorhandene Bild und importieren Sie Ihre neue Fototextur. Mein Foto ist sehr kontrastreich, wobei die Kratzer die hellsten Teile des Bildes sind. Wenn Sie das Foto mit dem Direktauswahl-Werkzeug auswählen, stellen Sie die Deckkraft erneut auf 100% ein, damit nur die hervorgehobenen Kratzer übrig bleiben.

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05 Die nächste Textur, die ich hinzugefügt habe, soll dazu beitragen, die Farbsättigung herzustellen und dunklen Übergängen subtileres Licht hinzuzufügen. Es hat auch einen schönen Grunge. Ändern Sie das Foto nach dem gleichen Verfahren wie in den beiden vorherigen Schritten im Effektfenster zu 100% in Hartes Licht.

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06 Wenn der Hintergrund fertig ist, fahren Sie mit der Objekttexturierung fort. In diesem Fall möchte ich einigen Tasten eine gewisse Taktilität verleihen. Etwas, das InDesign schmerzlich vermisst, ist ein Musterüberlagerungsersteller in den Einstellungen für Objekteffekte. Daher verwende ich Photoshop, um meine anfängliche Oberflächentextur zu erstellen. Ich habe dies in die Formen importiert und die Deckkraft auf Weiches Licht eingestellt. Der Effekt ist sehr subtil, hat aber diesen flachen Look entfernt.

hinter den Kulissen Form des Wassers

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07 Fügen Sie dazu ein weiteres Photoshop-Muster mit diagonalen Linien hinzu. Duplizieren Sie die Schaltflächenformen und entfernen Sie die erste Textur. Stellen Sie dabei sicher, dass die Formen der Bindungsboxen transparent sind. Ändern Sie nach dem Importieren der neuen Textur und dem Verkleinern auf 50% die Deckkraft auf Multiplizieren mit 60%.

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08 Wenn Sie die Oberfläche eines realen Objekts betrachten, wird die Textur deutlicher, wenn eine Lichtquelle von dunkel zu hell wechselt. In diesem Sinne möchte ich, dass diese Textur an den Innenkanten als Formschatten erscheint. Sie können dies tun, indem Sie jede Instanz der Textur auswählen, Cmd / Strg + Opt / Alt + M drücken und Directional Feather auswählen. Verknüpfen Sie die Federbreiten und bringen Sie sie um 250 Pixel ein. Stellen Sie die Form auf Alle Kanten ein und wählen Sie einen Winkel von 90 °.

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09 Wählen Sie weiterhin im Effektbedienfeld die Option „Verlaufsfeder“ und setzen Sie den Typ auf „Radial“. Spielen Sie herum, bis Sie einen subtilen Farbverlauf festgelegt haben, der von der Mitte nach außen ausgeht. Die Formen werden dann neu ausgerichtet, um direkt über den ursprünglichen Satz von Schaltflächen zu passen, wodurch ein gemusterter innerer Schatten erzeugt wird.

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10 Die endgültige Textur ist für ein glasartiges Fenster, das sich über dieser Wähloberfläche befindet. Die Fototextur ist auf Hartes Licht eingestellt, um die Glanzlichter innerhalb des Fotos zu erfassen. Die Bindungsbox ist jedoch auf 60% Überlagern eingestellt. Im Effektfenster habe ich eine Verlaufsfeder verwendet, um ein Ein- und Ausblenden festzulegen, damit sich die Transparenz natürlicher anfühlt. Ein endgültiges äußeres Leuchten mit einer Deckkraft von 65% und einem Hauch von Rauschen trägt dazu bei, eine halbopake Oberflächentextur zu verstärken.